Wochenende auf Bantayan und Bureau of Immigration

Dieses Wochenende konnte ich mich glücklicherweise zwei gut befreundeten Seminaristen der Steyler auf ihren Besuch nach Bantayan anschließen. Samstag sind wir nach 6 Stunden Bus und Fähre und nach dem Einkaufen erst spät bei der Freundin von Ihnen angekommen und haben dann ein Projekt der Steyler besucht. Dort waren gerade Feierlichkeiten am laufen und wir wurden gleich wieder zum Snack gebeten. Natürlich weiß ich, dass diese Gastfreundlichkeit Kultur der Filipinos ist. Was uns bei der Rückkehr zum Hause der Freundin erwartete war jedoch nochmal eine Überraschung für mich: Eine Wanne voller Krabben, eine weitere voll mit Muscheln, Früchte und weiteres….Ich habe davor erst einmal im Leben ein kleines bisschen Krabbe gegessen ,aber das sollte sich mit diesem Wochenende komplett geändert haben. Sobald eine mit den Fingern ausgekratzt und alle Panzer zerdrückt waren, wurden immer die dicken nue angereicht-  ich fand es auch besonders schmackhaft. Zwischendurch wurden mir stolz die gegrillten Muscheln gereicht und ein Drink angeboten (keine starke Mischung).

Danach ging es während dem Sonnenuntergang mit ihrem kl Bot raus aufs Meer zu einer treibenden Bambushütte.Wenig nach Ankunft war es dann auch schon dunkel, aber auch an Land war es das, denn Stromsparstunde hatte begonnen. Also haben wir die Zeit mit Kerzenschein in der Bambushütte verbracht. Auf der Rückfahrt brauchten wir keinerlei Lichter, denn es war Vollmond. Die ganze Athmosphäre war ruhig und romantisch….An Land haben wir Karten gespielt und etwas getrunken.

Die äußerst kurze Nacht wurde von !25! Hähnen sehr unerholsam gemacht. Nach dem Frühstück sind wir in ein Resport gefahren, dessen pompöse Einfahrt an die Einfahrt eines amerikanischen Edelhotels erinnerte. Die ganze Anlage war traumhaft (auch teuer), das Schnorchelngehen war  -bis auf die Sichtung eines Lionfisches- unspektakulär (die Fischer haben bis vor kurzem Dynamit zum Fischen verwendet).

 

In Gelassenheit bin ich zum Bureau of Immigration und habe meine Verlängerung beantragt, auf böse Überraschungen habe ich mich vorsichtshalber eingestellt. Das war auch nicht falsch: Der ganze Raum war gefüllt mit Weißen, die alle missgelaunt aussahen oder an einem Schalter standen und wütend mit den phil. Angestellten diskutierten. Als ich meine Rechnung bekam, habe ich verstanden warum. Jeder Tourist muss nun nach zwei Monaten Aufenthalt ein ACR-I-Card beantragen/ bezahlen und hat damit beinahe den Stand eines Staatsbürgers (man kann z.B. Land kaufen). Weiterhin verlangt das Bureau of Immigration nun immer 1500Php statt 100Php für „Express processing“- man hat gar nicht die Wahl ob man Express haben möchte oder nicht, es wird automatisch aufgelistet. Es ist überraschend, dass diese Änderungen in Kraft treten, obwohl erst das letzte Mal vor zwei Monaten die Verlängerungsgebühren durch ein Residence Certificate (ich musste allerdings nie meine Residence angeben) gestiegen sind.

Ich verstehe die pil. Angestellten dort gut, wenn sie den Ausländern auch ruhig was zu muten und nur kurze, teilweise unfreundliche antworten geben. Was hätte ich wohl für ein bild von chinesen, wenn ich im Arbeitsalltag nur mitbekomme, wie sie um jeden Euro feilschen wollen und aggressiv sind?Interessant wer ruhig bleiben konnte: ein paar Filipinas, die ihre Partner begleitet haben, ein Afrikaner und wenige junge Leute wie ich.

Auf der Hinfahrt zum Bureau of Immigration begehe ich eine Straftat und werde sogleich zur Rechenschaft gezogen: Ich steige an der falschen Stelle in den Jeepney ein. Das ist mir durchaus bewusst. 50Php (~90cent)Strafe und die Aufmerksamkeit aller Leute um mich herum….und gut ist. Wer der koruppten Stadt die Strafe zahlt, muss mit keiner klage rechnen und darf das Vergehen wiederholen.

Auf der Heimfahrt im Jeepney fängt das metallene Klappern von Handschellen meine Aufmerksamkeit. Da sind doch wirklich 2 Schwerstkriminelle, die Mitglieder der weltberühmten „Prison Inmates“ aus Cebus Gefängnis sind, in den Jeep eingestiegen. Die Gefangenen benutzen also die öffentlichen Verkehrsmittel und werden lediglich von einer Sicherheitsperson bewacht….Als ob diese Leute nicht mit die Gefährlichsten für die Öffentlichkeit sind und als ob die Fluchmöglichkeiten dabei gering wären!

30.3.10 16:45

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen