Pasko sa Leyte

Wer zum meinem Bericht über Weihnachten und meinen Urlaub noch Fotos sehen will oder sich die lange Erzählung sparen will; ich habe neue Fotos hochgeladen:

Am 24. bin ich in die Dämmerungsmesse mit den Schwester gegangen, habe so weihnachtlich wie es eben geht(Weihnachtstee und Stollen, so wie ein paar Süssigkeiten) mit Ihnen nach dem Morgengebet gefrühstückt und bin dann in mein Apartment und hab mich zur Abfahrt nach Maasin auf Leyte, wo die Gastfamilie meines philipp. Bekannten aus Dtl ein Haus hat, fertig gemacht. Für die Fahrt zum Hafen habe ich eine halbe Stunde gerechnet, bin eine knappe Stunde vor Eincheckzeit los und bin dann ins Schwitzen und in Aufregung geraten, weil ein verdammt riesiges Verkehrsaufkommen war. Die großen Straßen waren komplett zu. So war meine Rettung, dass ich mich inzwischen gut auskenne, vollgepackt durch den stehenden Verkehr in Richtung Hafen gerannt bin und gerade noch rechtzeitig mit Taxi auf kleinen Straßen angekommen bin.

Auf der Fähre hat mich dann eine neue Bekannte überrascht, die alleine lebt und wusste zu welcher Zeit ich mit welchem Schiff fahre. Da Sie Weihnachten nicht mit den Schwestern mit denen sie lebt feiern wollte, dachte Sie, dass Sie sich spontan bei mir anhängen kann. Obwohl ich die Gastfreundschaft der befreundeten Familie Silot nicht ausreizen wollte, hat diese Bekannte mit ihrem Hang zu „adventures“ weitere Bekanntschaften an Board gemacht und mir per Sms geschrieben, wie sie innerhalb von vier Tagen fast die ganze Insel gesehen hat.

Am 24. gab es außer einem Abendessen kein Programm bei Familie Silot, ohne Weihnachtsgefühle bin ich so um 22.00 ins Bett, denn am nächsten Morgen sind wir in den 4.30 Gottesdienst. Dann haben wir bei einer Tante groß zu Frühstück gegessen, Verstorbene aufm Friedhof besucht, sind zum nächsten Onkel haben uns mit Karaoke die Zeit bis zum nächsten Mahl vertrieben, danach wieder Karaoke, Snacks bzw. in Dtl. „Kaffeetrinken“. Anschließend sind wir in einer großen Gruppe aus Cousins und Cousinen zu zwei versch. Stränden gefahren, an denen wir allerdings nur Eintritt bezahlt, die Füße ins Wasser gehalten und Karaoke gesungen haben. Sehr schade, denn die Strände waren traumhaft schön zur Sonnenuntergangszeit.
Wieder „zuhause“ angekommen mit der ganzen Großfamilie im Gefolge, gab es ein kleines Abendessen. Danach sind wir mit viel Proviant weiter zur Weihnachtsfeier des Barangays (kl. Verwaltungseinheit im philipp. System). Die Familie Silot hat mich schon vorbereitet, dass ich dort wohl als besonderer Gast aufgerufen werde und dass man froh sein wird, wenn ich zum dem bereits vorhandenen Tanzprogramm von Schulen und Jugendgruppen des Barangays, einen deutschen Tanz oder eine sonstige Einlage beisteuern kann. So gab es dann nach ein paar allseits bestaunten Worten auf Cebuano einen Walzer. Familie Silot hat mir noch gesagt, dass es sich gehört als Gast noch eine Spende an das Barangay zu machen. Diese sollte ich der anwesenden Büroangestellten offiziell überreichen. Stattdessen hat sich allerdings der Barangay Captain gedacht, er fragt mich einfach mal nach der Spende und steckt sie sich dann äußerst wahrscheinlich in die eigene Tasche.

Am Tag darauf sind wir mit dem ganzen Familienclan und natürlich wieder reichlich zu Essen an den Strand gegangen. Der Strand hat so ziemlich dem entsprochen, woran man denkt, wenn man sich einen traumhaft abgeschiedenen Strand auf einer Karibikinsel vorstellt- nur der Sand war nicht so weiß und recht steinig. Nach dem großen Mittagessen, gab es dann ein paar Spiele, an denen aber mehr die Alten als die Jungen teilgenommen haben.

Tagsdrauf, waren dann nur noch zwei Familien im Haus Silot untergeberacht, mein Freund Teddy musste auch schon wieder zum Arbeiten (samstags und sonntags!) zurück nach Cebu. Am Sonntag sind wir noch in den außerhalb liegenden Park gefahren, sind zu einer Marienstatue auf einem Berg nahe der Stadt hinaufgewandert (nur 10Min) und waren an einem unspektakulären Wasserfall.
Mit Beginn der Arbeitswoche, war die Familie dann viel mit Vorbereitungen auf Silvester, eine Hochzeit in der Familie, etc. beschäftigt und es gab keine sowieso geplanten Ausflüge mehr, auf die ich selbstverständlich mitgehen konnte.
So habe ich geschaut, dass ich trotzdem noch etwas herumkomme und war unter anderem noch zweimal kurz zum Schnorcheln an einem der Strände, zu denen wir am 1. Weihnachtsfeiertag gegangen sind. Im Reiseführer habe ich gelesen, dass dieser Strand für die leicht zugänglichen Korallen berühmt ist.
Das erste Mal hatte ich Regen erwischt, es war kalt und die Wellen haben andauernd Quallen an den Körper gespült, die bei Hautkontakt einen starken Juckreiz auslösen. Trotz dieser Umstände hat mich die Vielfalt der Korallen und der so bunten Fische begeistert. 10 Meter weg vom lauten Strand, an dem die Filipinos wieder ihre Karaoke veranstalten, den Kopf unter Wasser gesteckt und schon ist man in einer ganz anderen Welt. Wenn man dann mal vier Meter oder so runtertaucht und sich alles genau anschaut, weiß man gar nicht mehr, wo man mit dem Bestaunen weitermachen wollte wenn man nach dem Luftholen wieder unten ist.
Am Folgetag hatte ich besseres Wetter, allerdings nicht viel Zeit und wieder keinen, der mit mir schnorcheln konnte. So habe ich allein die Sonne genossen und einen halben Herzkasper bekommen als ich nicht wie gehofft einen „ihotiki“ (versucht mal Bilder davon zu finden) gespäht habe, sondern zwei Meter von mir eine 1Meter lange, schwarz-weiß-geringelte Wasserschlange gesehen habe. Erst dann wurde mir bewusst, dass ich eine Wasserschlange an der Oberfläche beim Schnorcheln kaum bemerken werde und mit meinen Schwimmbewegungen unabsichtlich provoziere. Am Strand haben mir die anderen dann noch gesagt, dass diese Wasserschlange gifitg ist…. Hmm nja, vom Schnorcheln wird’s mich wohl trotzdem auch in Zukunft nicht abhalten!

1.1.10 08:09

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