Neue Handynummer und philippinische Vorweihnachtszeit

Bevor ich nun sehr verspätet noch etwas von der Vorweihnachtszeit berichte, hier wie versprochen meine neue Handynummer: 09166658675 (derzeit ist 01045 mit 8,1ct/min die beste Billigvorwahl)

In der philipp. Vorweihnachtszeit gibt es sicher genauso viele Weihnachtsfeiern wie in Deutschland. Allgemein haben sie hier einen deutlich höheren Stellenwert- die Leute schmeißen sich in ihre beste Kleidung.

In der Schule haben wir auch eine Weihnachtsfeier veranstaltet für die jede Klasse eine Aufführung vorbereitet hat. Zwei Klassen haben getanzt, zwei gesungen, eine Klasse hat eine moderne Weihnachtsgeschichte gespielt (mit vielen techn. Tricks, z.B. wurden die Stimmen aufgenommen und bloß abgespielt). Ich habe alle Klassen in der Vorbereitung auch begleitet. Zum Singen konnten die Lehrer und Ich sie schlecht animieren und beim Tanzen waren es immer dieselben, die nicht mitmachen wollten. Trotzdem haben mir die Vorbereitungen mehr Spaß gemacht, als die Geschichtenstunden, die eben für die Proben ausgefallen sind, und während der Feier haben alle schön mitgemacht. Danach gab es reichlich zu Essen, das die Familien mitgebracht haben. Puuh, das war ein Müllberg aus Plastikverpackungen und –besteck und bechern…..

In der philipp. Kultur ist es Brauch, dass Kinder und selten auch Erwachsenengruppen um Weihnachten herum von Haus zu Haus ziehen, singen und dafür- wie die Sternsinger- Geld oder Süssigkeiten bekommen. Da ich Anfang Dezember nur Süssigkeiten gegeben habe und die Kinder wohl lieber Geld bekommen hätten, hatte ich kurz vor Weihnachten Ruhe. Auf der Straße und in den Jeepneys hat man sehr oft „maayong pasko“ (Frohe Weihnachten)zugerufen und anschließend eine Hand hingestreckt bekommen.

Um Weihnachten und Silvester herum werden außerdem unglaublich viele Feuerwerkskörper angezündet. Das andauernde Geböller fängt allerdings schon ab ca. 6.12. an.

Ich habe außerdem einem pensionierten Niederländer, der eine Filipina geheiratet hat und in meiner Gegend wohnt, dabei geholfen 300 Pack Reis abzufüllen und dann an arme Familien auszugeben. Viel konnte ich ihm nicht behilflich sein, weil er auch noch die Schüler, die er finanziell unterstützt um Hilfe gebeten hatte. Die großen Reissäcke mit dem Aufdruck 50kg werden zum Transport und Verkauf immer wieder umgefüllt und beinhalteten alle nur ca. 40kg Masse- die philippinische Korruption.

Populärer als das Weggeben von Reis an ausgewählte Familien ist es am 1. Weihnachtsfeiertag Geld, Süssigkeiten oder andere Lebensmittel an die ärmeren die von Haus zu Haus ziehen zu verschenken. Da ich am 25.12. ja nicht da war, hab ich dem Besitzer meines Apartments eine große Tüte voll Süssigkeiten da gelassen.

1.1.10 06:58

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