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Unter kindlichen Männern und bei unfreundlichen Angestellten im BoI

Letztes Wochenende war ich das zweite Mal bei der internat. (Indonesier, Vietnamesen, Pinoys) Gemeinschaft von Seminaristen der Scalabrini Missionare, die ihren Konvent in den Bergen haben. Nach einem einfachen Mittagessen, steht für die Seminaristen immer erst ausgiebige Siesta an (ich nutze die zeit zum lesen, wobei ich auch einnicke  ), danach wird etwas Fußball (20Mann auf einem Basketballfeld mit Eishockeytoren) und Basketball gespielt. Nach dem Beten und Abendessen, haben wir einen Film zusammengeschaut: Kommando mit Arnold Schwarzenegger. Über diesen Actionfilm kann man sich nur schlapp lachen, weil er so viele Fehler enthält und so extremst gestellt ist….Trotzdem lachen die Seminaristen, die alle um die 30 Jahre alt sind wie kleine Kinder die Buds Bencer angucken. Obwohl ich das sehr schräg fand, muss ich sagen, dass die lockere und sehr offene Art der Seminaristen immer eine Wohltat für mich ist!

Mein Monat bei SPCC war dieses Mal wirklich gut. Meine Arbeit hat mir Spaß gemacht und manchmal hat sich nach der Arbeit noch die Möglichkeit zum Sport machen ergeben. Die Interviews auf Cebuano sind immer mehr zur Routine geowrden und der Kontakt mit den Menschen wurde auch immer einfacher.

 Zu unseren Interviews im neuen Einsatzgebiet bin ich immer ca. 30 Minuten gelaufen- die Mitarbeiter fahren erst Tricycad, steigen um auf Tricycle und fahren den Rest dann mitm Jeepney. Gerade beim Durchqueren neuer Gebieten wirst man immer wieder angegafft und dann kommt das nervige „hey jo“, „hey what’s ur name“, „hey my friend“….V.a. ist es nervig, weil es alle 20 Sekunden kommt und weil dieses „Hey“ rufen, mich daran erinnert wie man früher Afroamerikaner zu sich gerufen und herumkommandiert hat. Trotzdem: 30 Min Zeit zum Nachdenken und einfach nur zugucken.

Die Probleme, die in unseren Interviews am meisten herauskommen, sind Drogen, finanzielle Not, Arbeitslosigkeit, Mangel an Schulbildung, überfüllte Barackengegenden und sehr selten nur Brüderschaften. Deswegen war ich sehr überrascht als mir erzählt wurde, dass vorletzte Woche auf dem Weg von mir zu den Schwestern ein Kampf zwischen zwei Brüderschaften stattgefunden hat, bei dem einer erschossen wurde. Ich fühle mich hier jedoch sicher und erlebe es friedlich.

Anfang Februar laeuft mein Visum wieder aus. Als ich letztens zum Bureau of Immigration gegangen bin habe ich festgestellt, dass gleich zwei Änderungen für das Kalendarjahr 2010 eingeführt wurden:a) Verlängerungen über 6Monate müssen von nun an ein „contemporary residence certificate“ beinhalten. Eine solche Bestätigung wird aber nicht an den Antragsstellenden ausgehändigt. Über seine „residence“ gibt man auch keine Auskunft, sondern man zahlt einfach 25€ mehr, die reine Geldmacherei!

b) Wer länger als 6Monate im Land ist, muss sich kurz vor dem Abflug eine „Ausreisegenehmigung“ besorgen. Dieses Dokument wird auch nicht billig sein. Wer seine Befreiung von der Reisesteuer wahrnehmen will, muss von nun an immer zu einer weiteren Behörde gehen……

Hätte ich nicht schon ein paarmal gemerkt wie gerne auf Kosten der Touristen die Staatsgewalt missbraucht und wie wenig man die unfreundlichen Angestellten des Bureau of Immigration beeinflussen kann, dann wäre für mich der Tag wohl schon wieder gelaufen gewesen.

Das war mein Tag dann erst am Ende des Tages als ich nach meinem Feedbacking mit allen Mitarbeitern der Salvatorianischen Schule, eine kleine/größere Meinungsverschiedenheit mit der Direktorin der Schule hatte. Zuerst ging es um terminliche Abklärungen, dann ging es um schlechte Kommunikation und unbefriedigende Einteilung in die Arbeitsbereiche….. Nun hängt eine kleine dunkle Wolke über meinem letzten Monat in der Schule. Auf meinen Kontakt mit den Kindern fällt jedoch kein Schatten dieser Wolke und auch die langweiligen ( „Bastel" )Stunden –ich meine die Zeit in der ich z.B. 100Sterne ausschneide- in der Schule tragen zum Erfahrungszuwachs bei.

1 Kommentar 3.2.10 14:17, kommentieren

Junges Blut (und Diebstahl?) im Konvent der Schwestern

Seit letzter Woche ist nun der Altersdurchschnitt der Schwestern, der bislang bei ca. 52 lag, gesunken. Eine frisch ordinierte Schwester ist nun gesandt worden, die auch im SPCC mithelfen wird. Viel Kontakt habe ich mit ihr allerdings noch nicht gehabt und deutlich lockerer wird es deswegen in der Gemeinschaft wohl auch nicht…

 

 

Mir geht’s gut, morgen ist mein letzter Tag in der Schule. Dann bin ich eine Woche in Davao auf Zwischenseminar. Das Programm bietet auch Freizeit in der schönen Gegend und klingt interessant.

 

Es ist am Freitag ein Artikel über meinen Einsatz in der MainPost erschienen (Wü Regional Teil), ich habe ihn auf Flickr hochgeladen. Der Journalist hat aus meinen Aussagen eigtl gut ausgewählt. Das eingebaute Zitat „Die Kinder stehen immer im Mittelpunkt“ hat ja leider nicht immer meine Arbeit beschrieben (z.B. wegen Bastelarbeit oder während der 1,5 Stunden Unterricht in denen ich mit den Kindern sehr wenig kommuniziere).

 

Die letzten 2 Wochen hat das Zitat aber zugetroffen. Und auch die Überschrift „Zuneigung macht glücklich“ beschreibt die letzte Zeit mit den Kindern gut. An Umarmungen und Nachfrage nach „Kuya Max“ während der Spiel- und Schlafzeit hat es nicht gemangelt. Ich habe auch Fotos gemacht (ein teil davon auf Flickr!) und werde jedem Kind eines zum Abschied schenken, sowie ein kleines Bastmäppchen mit 2 Stiften und Radiergummi.

 

 

Letztens habe ich übrigens mit der Nummer 1 der Philippinen im Tennis für die Altersklasse 16-18 ein Doppel gespielt. Ich möchte im nicht im Einzel gegenüberstehen wenn er ernst macht.

 

 

Im Mai gibt es Präsidentschaftswahlen. Im Zusammenhang mit Wahlmanipulationen finden jetzt immer wieder „brown-outs“ (anders als beim „black-out“ kommt der Strom nach ca einer Stunde wieder) statt- quasi täglich. Das nervt und es ist unglaublich, dass die Leute wirklich denken, dass es nicht auffällt, wenn die Wahlcomputer kurzzeitig keinen Strom hatten und dass man die Bevölkerung mit den Brown-outs so daran gewöhnen kann, dass sich keiner etwas am Wahltag dabei denkt, weil es ja Alltag ist. Und nach dem 9.Mai, sind Stromausfälle dann nicht mehr Alltag oder was???!ie Überschrift "at das Zitat aber zugetroffenerricht in denen ich mit den Kindern sehr wenig kommuniziere).

 

aft wohl auch

 

 

Zum unerfreulichen Alltag wird hoffentlich nicht, dass mir Sachen gestohlen werden. Neben Handy sind schon ein USB-Stick und kürzlich mein Mp3-Player abhanden gekommen. Der MP3Player war nur im Konvent der Schwestern und wurde dann morgens und abends im Rucksack zurück zum Apartment getragen….wo er weggekommen ist weiß ich nicht. Verdächtigen kann ich ja ohne Hin/Beweise keinen-trotzdem muss ich generell misstrauischer sein.

 

 

Letztens habe ich bereits erwähnt, dass ich nach meinem Einsatz im Juni noch in Asien reisen möchte. Wahrscheinlich komme ich ersteinmal in Vietnam bei den Scalabrini-Missionaren unter und seh was sich dort umsetzen lässt. Im Anschluss möchte ich nach Thailand, eventuell auch noch Indonesien oder vll Indien.

 

Wer Lust auf die Länder hat oder Kontakte dorthin hat: Meldet euch!!!

 

 

1 Kommentar 16.2.10 15:32, kommentieren