Archiv

Die ersten 2,5 Wochen

Nun einmal einen Überblick über die 2 ,5 Wochen, die ich nun schon hier bin:

 

Erst einmal: Mir geht’s gut. Ich bin andauernd müde, aber das geht schon.

In diesen 2,5 Wochen ist schon viel passiert und ich fuehl mich trotzdem wie gerade erst in einer neuen Welt angekommen. Die Sachen, die zur Gewohnheit geworden sind, fallen aber weniger auf als jene, die mir zeigen, dass ich hier Fremder bin: so zum Beispiel die Sprache, die Art wie mich Leute auf der Strasse anschauen oder ansprechen, die Mentalität bzgl Verbindlichkeit, die Hygieneverhältnisse insbesondere die Verschmutzung –u.a. Luftverschmutzung durch die Jeepneys-und die Insekten , und natuerlich auch das Klima (ich weiß ihr hattet auch 35Grad, aber bei mir ist es ab 9.30 36 Grad und bei Dunkelheit wird’s auch nie „kuehler“ als 30 Grad)…..

 

Um nicht planlos ein paar Seiten Fließtext hinzuknallen, werde ich mal mit einzelnen Aspekten weiter machen.

 

Ausflug nach Argao:

Bis vor 2 Wochen waren noch 2 Novizen und eine Bewerberin im Konvent. Zur Verabschiedung der 3 sind wir frueh morgens nach Argao, einen Badeort 60km suedlich von Cebu gefahren. Autofahrten auf den Philippinen dauern immer lange-fuer die 60km haben wir ca. 2Stunden gebraucht. Das Wasser war warm, die Wellen hoch. Wie bei jedem Ausflug gab es viel zu essen. Tauchen ging dort kaum, leider gab es viel Seetang…In Argao hatten wir fuer die 4 Stunden eine Huette dort gemietet und ich habe zum ersten Mal Fotos gemacht. Ich hatte wirklich Spaß

 

Zusammentreffen mit den Steyler Missionarren (SVD):

Die Gemeinde hier wird von Steyler Missionaren gefuehrt. Die Schwestern besuchen immer den 5.30 (morgens) Gottesdienst, ich war bislang 4mal dabei und will eigtl oefters kommen, aber morgens muss ich immer noch 15Min extra fuer Duschen und Eincremen miteinrechnen und 4.40 aufstehen ist schon hart.

Fr. Diggs von der Gemeinde hier hat mir ein Treffen mit dem dt. Regionalober in Cebu organisiert und mich so zur University of San Carlos gebracht, die von den Steylern gefuehrt wird. Fr. Heinz Kulüke kannte ich vom Namen her schon, weil es 2 Filme/Dokus über ihn und seine sehr inspirierenden Projekte in Cebu gibt (Spitznamen u.a. „Müllpater“ und „Kondompater&ldquo. Ein sehr interessanter Mann und eine reiche Universität….

Ich wurde auch zu einer Jubiläumsfeier der Steyler Missionare auf die Müllhalte eingeladen, auf der die Häuser die für die 5000! In Müllhalten lebenden Menschen geweiht wurden. Ausserdem wurden „crusadors“ in einer Zeremonie eingeführt. Das fand ich sehr lustig, weil dazu alle anderen Missionare ihren rechten Arm zum Zeichen des Schutzes o.ä. in ihre Richtung gehoben haben. Von kleiner Distanz sah es aber ausschließlich nach einem Hitlergruß aus ( J es stehen halt ein Haufen Männer stramm da und heben auf einmal ihren rechten ausgestreckten Arm)

 

Helfen in meinen oder anderen Projekten:

Meine Arbeit im Kindergarten hat noch nicht wirklich begonnen. Wann immer ich fehlen muss (wg. Sprachkurs oder Visum- beides nachher) stört es nicht, weil ich eigtl sowieso zu viel bin (es gibt genügend Lehrer und Helfer). Die Kinder sind alle suess mit ihrer Uniform- v.a. wenn sie morgens die Flaggenzeremonie begehen- und einige sind noch schuechtern. Einige sind aber sehr anhaenglich und wiederum andere stören sich kaum daran, dass jmd neues da ist, weil sie sowieso zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind. Nach einer Begrüßungseinheit (u.a. Gebet, kl. Spielchen/körperl.Übungen, Wetterbericht, Datum, etc.) kommt eine Unterrichtseinheit (fast immer Farben, fruechte, geschmack oder Reihenfolgen), danach wir gespielt, gegessen, geschlafen.

Im anderen Project der Salvatorianer bin ich noch gar nicht drinnen, aber darüber hoert man nur Gutes (z.B.direkte Zusammenarbeit/unterstützung mit Unicef) und ich freue mich darauf, dass ich ab Sept. dort mitmache.

Ausserdem habe ich schoneinmal bei einem Badmintontraining an einer Schule hier mitgeholfen und kann dort noch mehr einsteigen….muss nochmal mit den Schwestern reden, aber mir wuerde das sehr liegen….

Die Steyler habe hier eine free clinic jeden Freitag. Dort kann ich evtl auch mal mithelfen

 

Leben in der Gemeinschaft:

Gottesdienst und Gebetszeiten sind etwas, das ich so gut es geht mit meinem tagesplan verbinden moechte, es klappt aber leider noch nicht ausgezeichnet und mir ist es teilweise zu viel bzw. zu katholisch oder zu unverständlich (den Gottesdienst auf Cebuano versteh ich gar net, das Gebet der Schwestern ist manchmal auch schwer zu verstehen). Ich seh die meisten der 6 Schwestern nur beim Essen oder beim Arbeiten in einem der Büros. Alle sind auf ihre Art nett, keine ist unter 30, 4 über 50. Untereinander –d.h. leider auch in meiner Gegenwart- reden sie Tagalog (nicht Cebuano, den Dialekt den ich lerne, sondern die Sprache, die man im Norden wo sie alle davor waren, spricht).

Am 14.8. war mein Namenstag. Sowas wird hier gefeiert. Also gab es besonderes Besteck und Essen und mir wurde was gesungen. Derjenige, der Namenstag hat ist zuständig dafür, dass es noch etwas anderes Besonderes gibt. Am Tag danach habe ich dann Kaiserschmarrn fuer die Schwestern gemacht.

 

Sprachkurs:

Zuerst hatte ich bei einer pensionierten Grundschullehrerin fuer eine Woche Unterricht. Trotz ihres Engagements hat sie mich mit ihren Versuchen die Grammatik zu erklären mehr verwirrt. Also habe ich einen neuen Lehrer bekommen, der aber nur abends kann. Von fünf Malen die geplant waren, sind wir aber nur 2 mal zusammengekommen und ich war jeweils schon muede. Nun ist ihm klar, dass er zu sehr beschaeftigt ist. Also werde ich jetzt bei seiner Kousine Unterricht nehmen. Die kann aber nur Dienstag und Donnerstag vormittag. Geplant sind jeweils 3Stunden. Die zwei Lehrer davor haben mir gezeigt, dass ich einfach mehr Unterricht brauche, damit ich Fortschritte machen kann. Mal sehen was draus wird.

 

Visum:

Fast jeden Tag, telefoniere ich mit der Oberin aus Manila und koordiniere mit ihre die naechsten Schritte oder ich gehe zu i-welchen Behörden, hole eine Bestätigung, etc.. Das Visum ist bisher eine Angelegenheit, die nur zeitintensiv, teuer und enttäuschend verläuft. Es ist quasi unmöglich zu erzählen, welche einzelnen Schritte und Anläufe ich schon gemacht habe- v.a. auch schon in Dtl..Unfassbar wie viel besser ich die Zeit haette nutzen koennen. Alles für die Katz, jetzt schaut es so aus:alle versuche ausgeschöpft, der Konsul kann sich nicht einmischen, die einzelnen Ministerien haben intransparente Regelungen, die auch nicht öffentlich bekannt sind, und ich bin nur Tourist. Das bedeutet, dass ich fast monatlich mein Visum erneuern muss und jedesmal einen dicken Brocken Geld hinblättern muss…Ich hoffe nur, dass diese Geschichte nicht allzu typisch fuer die Philippinen ist, denn das wäre ein Zeugnis von Inkompetenz, mangelnder Gastfreundlichkeit, Korruption, Faulheit und Geldgier……

 

Besuch von 4 Deutschen:

Die Schwestern hatten für ca. 4Tage Besuch von vier Deutschen (drei junge Frauen plus die Mutter von einer), die hier Urlaub machen. Es tat gut wieder Deutsch zu hören und es war eine besondere Stimmung im Konvent. Ausserdem war es die Möglichkeit für mich schon einmal einige Attraktion zu sehen. So waren wir in Cebu unterwegs, waren in einer Mall und haben einen Ausflug zu den Kawasan Wasserfällen gemacht –jeweils in Begleitung von nur einer Schwester, die anderen waren zu beschäftigt (außer:Kawasan waren 2).

Die Kawasan Falls sind wunderschön. Hellblaues und klares Wasser, Sonnenschein, Palmen….Ganz in der Nähe ist natürlich auch das Meer. Total klar, wunderbar zum Tauchen und ebenso viele tolle Fotomotive. Das Meer, das fast immer entlang der Straße von Cebu zu den Fällen hin verläuft ist auch toll. So schaut das Urlaubsparadies Philippinen wohl im Kopf vieler Leute im Westen aus.

 

Nun ja, ab jetzt müsst ihr erst mal Anregungen geben, damit ich euch mehr erzähle. Über die Gastfreundlickeit, die Bedeutung des Geldes hier und v.a. über die Armut könnte ich wohl noch einiges loswerden, will ich aber erst wenn ich nicht nur Eindrücke sondern wirklich Erfahrung habe.

Es donnert gerade wieder und vll wird es heute ja mal wieder regnen. Dann steht die „Straße“ (bzw. der holprige Feldweg mit Abwasserkanal am Straßenrand) für ein paar Stunden centimeterhoch unter Wasser. Die Pfützen bleiben ca 3 Tage und sind ideal für Insekten, die hier das Dengue-Fieber verbreiten.

Genießt ihr dann mal euren Sommer!

 

Ein schönes Wochenende noch! Ganz viele liebe Grüße

Euer Max

 

 

 

 

1 Kommentar 23.8.09 09:39, kommentieren

Dieser Satz ein Satz ohne das ist

Dieser Satz kein Satz mit ist

 

Ja, im Cebuano gibt es das „Sein“ leider nicht. Dafür gibt es aber viele Woerter die mehrere Bedeutungen haben und ähnlich sind sie sowieso alle. Die Vokabeln haben viele Vokale und sind entweder keiner Sprache verwandt oder sehr auffaellig aus dem Englischen/Spanischen übernommen (z.B. bati für bad  oder maistro für den Lehrer). Ausserdem setzt man Betonungen nicht mit speziellen Woertern, sondern mit versch. Suffixen und indem man den Satz umstellt.

Diese Erkenntnisse habe ich nun aus zwei Tagen mit jeweils drei Stunden intensiven Sprachkurs gewonnen. Die Sprache ist einfach komplett anders als irgendeine romanische Sprache und am Anfang wirklich nicht leicht zu verstehen.

 

Heute war mein letzter Tag im Kindergarten. Ich werde dann im anderen Projekt der Salvatorianer (SPCC) arbeiten. Das ist gut, denn in den letzen Wochen, habe ich mich zwar wirklich bemueht sooft wie möglich im Kindergarten zu helfen, aber wirklich arbeiten war es bisher selten. Vielleicht liegt das allerdings auch an meinem Verständnis von „Arbeiten“ und sicher hat es damit zu tun, dass ich noch viele Sachen zu arrangieren hatte –v.a. eben das Visum.

Ich hoffe nur sehr, dass ich mich generell hier mehr hilfreich betätigen kann als bisher. Denn bislang, haben sich die Leute mehr um mich gekuemmert als umgekehrt.

 

Ja, nun liegen mal 3 Tage vor mir, an denen es nichts zu arbeiten gibt (Montag ist National Heroes Day). Das heißt, dass mich nur die Gebetszeiten und Essenszeiten einigermaßen festlegen. Ich werde versuchen so viel wie möglich an Aktivitäten an Land zu ziehen, z.B. Badminton spielen oder anderen Sport machen…..hoffentlich hat meine Nachbarin Zeit, dann werde ich wahrscheinlich noch mehr von Cebu oder seiner Landschaft sehen.

Morgen geh ich zum ersten Mal alleine in die Stadt und werde meine Liste mit versch. Besorgungen abarbeiten. Inzwischen sollte das Jeepney fahren kein Problem sein und ich werde mich schon i-wie in der Stadt zurecht finden. Die Schwierigkeit ist nur, dass die Laeden hier nicht alle einen Namen haben und ich viele Geschaefte (auf)suche, in denen ich noch nicht zuvor war.

 

Ich werde mir hier mal eine Hose schneidern lassen. Dabei ist mir wieder einmal aufgefallen, wie sehr Geld die Gesellschaft global, aber auch lokal teilt.

Ein guter Badmintonschläger kann hier schonmal 10.000 pesos kosten; ein Stundenlohn von 50 Pesos für Waschfrauen, Putzfrauen, Maniküristen(?), Nachhilfelehrer, Schreiner, etc. bedeutet, dass diese Menschen 200 Stunden arbeiten muessen um einfach nur einen Badmintonschläger zu erwerben.

Andere Gegenstände sind wiederum aber gut erschwinglich mit dem Gehalt, z.B. wären das 50 Zigaretten.

Das zeigt mir, dass manche Dinge schlichtweg nur für die wenigen Privilegierten Menschen existieren bzw. angeboten werden. Wie soll ein niedriger Arbeiter aus dem Ausland hier sich für gut einen Monat seine Aufenthaltsgenehmigung verlängern, wenn das alleine für ihn schon über 80 Stunden Arbeit bedeutet?

Er kann es nicht und deswegen wäre er hier illegal oder es gibt diesen fiktiven ausländischen Arbeiter gar nicht, weil er nicht hierherkommt und eine Aufenthaltsgenehmigung benötigt …. Seine Determination sieht einfach nicht vor, dass er sich legal in diesem Land aufhält oder dass er sich einen guten Badmintionschläger kauft. Aber es ist wahrscheinlich, dass dieser Arbeiter starker Raucher ist.

Naja, ich könnte noch mehr dazu schreiben, aber das lass ich für jetzt lieber erst einmal sein.

 

Demnächst kann ich vielleicht schon von meinen Ferienplänen hier erzählen oder genaueres zu „beruflichen“ Ausflügen sagen….

 

Bis bald!

 

 

1 Kommentar 28.8.09 17:03, kommentieren

Ein Bicol Express muss nur zwei seiner Zutaten haben und ein Internetkabel step-by-step ist viel bil

Diesen Samstag bin ich mit drei Schwestern downtown gewesen. Sie mussten T-Shirts für einen Jahrestag der Salvatorianer besorgen, ich hatte Internetkabel, T-Shirt und Stoff auf meiner Liste. Klingt alles nicht aufregend, war aber spannend:

 

Es gab so viele versch. Stoffe fuer eine Hose zu kaufen. Alle werden als „durable“ und „suitable for tayloring pants“ bezeichnet und sind obendrein noch preiswert. Naja, ich denke ich habe eine gute Wahl getroffen…

Als Weißer mit drei Schwestern ein Poloshirt kaufen ist auch ein Erlebnis. Als Weißer wird man sowieso schon anders angesprochen und dann noch drei kritische Schwestern dabei….

Aber am faszinierendsten ist es wie man an ein Internetkabel kommt, wenn man keines für umgerechnet 18€ im High-Tech-Geschaeft in einer sauberen Mall kaufen möchte:

Man bekommt also von Nachbarn gesagt, wo man billig ein Kabel kaufen kann. Dort braucht man viel Glück an Leute zu kommen, die Englisch sprechen- ansonsten nur einzelne englische Woerter sagen, Hand und Fuß zur Verständigung nutzen oder eine Schwester dabei haben, die ins Cebuano übersetzt J. Auf dubiose Weise kommt dann nach 20min Warten mit einem Flaschenzug das Kabel in den dunklen Geschaeftsraum herunter und der zu bezahlende Betrag wird per Meter ausgerechnet, wobei der Preis pro Meter zwei Nachkommastellen hat, obwohl es nur 25centavos –Münzen gibt(100centavos=1Pesos).

Dem Kabel fehlen aber noch die Anschlüsse….anderes Geschaeft mit ebenfalls winzigem Geschaeftsraum.  Und tatsächlich haben Sie dort die Anschlüsse und montieren für sehr wenig Geld diese Anschlüsse. Naja und bei den Internetkabeln bzw. Anschlüssen, da muss man sich erst einmal zurecht finden, da es ja acht versch. kleine kabel innerhalb der Isolierung sind und alle in einen bestimmten Teil des Anschlusses müssen. Kein Problem für die schweigsame Philippina. So viel Geschick habe ich selten gesehen. Dem skeptischen Blick des weißen Kunden begegnet man, indem man noch eben einen Tester organisiert und beweist, dass wirklich alle Signale durchkommen…..

Kauft man Nägel mit Nagelschellen um das Kabel zu befestigen, ist es wieder aehnlich. Minigeschaeftsraum, dunkel, nicht vertrauenerweckend und doch, bekommt man am Ende von der Frau, die für kurze Zeit verschwindet das, was man will und zahlt wieder einen geringen Stückpreis mit zwei Nachkommastellen….

 

 

Ein Bicol-Express ist ein scharfes philipp. Gericht mit Schwein, Baguio Bohnen, Kokosnussmilch und –creme, etc. und vor allem Chili. Die Schwestern haben rausgefunden wir gerne ich scharf esse und haben mir vorgeschlagen den Bicol-Express am Sonntag zu kochen. Rezept gegooglet und Zutaten auf die Einkaufsliste setzen lassen. Nun, von allem habe ich dann nur die Chilies, die Kokosnussmilch (nicht aus der Dose, sondern handextrahiert aus dem Kokosnussfruchtfleisch) und

Hipon bekommen. Hipon ist ein pinke Pampe, die aus gesalzenem Shrimp besteht und zum Kochen verwendet wird (haette aber bei der Beschreibung  der Zutaten dafür und aufgrund meiner Neugier auf diabolisch aussehendes Essen gerne mal so probiert). Mit vorhandenem gekocht, beim Kochen geschwitzt und vorsichtig probiert. Das Gericht, das wie pink angemalte Chilies ausschaut, ist bis auf weiteres meine Lieblingsbeilage!!!

 

Ab morgen schau ich mal in das andere Projekt rein. Am Wochenende darf ich bereits mitfahren auf ein Seminar/eine Fortbilung für Führungspersonen und Seelsorger zum Thema „corporal punishment and positive ways of education“ (o.ä.). D.h., ich bin das ganze Wochenende ab Freitag in einem Tagungshaus und versuche möglichst viel zu verstehen, da das Seminar natuerlich in Cebuano sein wird…..

Desweiteren, darf ich die Schwestern auf ein „SPCC proponents“ meeting begleiten. Das wird Ende Oktober beginnen, auf Filippino gehalten werden und an einem schönen Ort in der Umgebung von Manila (der hektischen Hauptstadt der Philippinen) stattfinden. Davor, sind in der Schule hier schon Ferien und so werde ich mit der Reise zum Meeting einen Besuch bei den Salvatorianern und einigen ihrer Studenten verbinden.

Dazu habe ich mir heute schon ein günstiges Flugticket gekauft und von beiden Orten, an denen ich mich aufhalten werde, wurde mir schon die Schoenheit beschrieben.

 

 

Heute war ich mehr oder weniger spontan mit meinen Nachbarn an einem Strand nördlich von Cebu (ich bin suedlich von Cebu). Die Verwandten der Nachbarn sind erst spät gekommen um uns abzuholen, auf dem Weg dorthin war ein Unfall, was eine Fahrzeit von über 2 St. verursacht hat, die Kinder haben im Auto geschrien und wir hatten dort nicht viel Zeit, weil ich ja noch ein Ticket kaufen musste….(natuerlich musste ich wieder mit Begleitung das Ticket kaufen gehen und deswegen war mir jede Verspätung sehr unangenehm)

Alles in allem war es schön, hätte aber auch viel einfacher laufen koennen (z.B. zu einem näheren Strand! ) und es hat mir wieder gezeigt, wie priveligiert ich doch bin:

Die Schwestern führen verglichen mit den meisten Menschen aus meiner Nachbarschaft (ausgenommen die unmittelbaren Nachbarn von mir mit denen ich unterwegs war) ein bequemes Leben. Trotzdem gehen die Schwestern fast nie an einen Strand und:

Sie koennen nicht schwimmen! Und ich als Deutscher kann es…..

Die Schwestern sind von Manila aus hierhergekommen und schlagen sich mit dem Filippino durch, bis sie hier die Sprache mühselig im Alltag erlernt haben. Ich komme, war schonmal in Kanada und spreche selbstverständlich Englisch und bekomme einen Sprachkurs bezahlt….Unabhängig, wie sehr die einzelnen Aspekte aus unserer Sicht selbstverstänflich sind oder mit zustehen:

Vergleicht man unser Leben mit dem, was der weltweite Durchschnitt ist, dann wird klar, dass jeder von uns mit allem was Standard ist sich sehr erhaben / priveligiert fuehlen kann.

Ja, und jetzt die gute Frage: Wie verhält man sich in Anbetracht dieser Tatsache?

 

Am besten trotzdem nicht die eigene Identität verstecken, aber durch Hilfe ein Verantwortungsbewusstsein demonstrieren und nachdenken.

Von den dreien mangelt es mir bislang noch an der Möglichkeit Hilfe zu leisten….hoffe das aendert sich bald

 

Hoffe auch, dieser Eintrag ist nicht zu detailliert und langweilig und euch geht’s allen gut bei dem schoenen Wetter…..

 

Euer Max

 

 

1 Kommentar 31.8.09 16:34, kommentieren